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KYUDO - Japanisches Bogenschießen Der Weg des Bogens Pfad: Start » Text |
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Der wesentliche Unterschied zum westlichen Bogenschießen besteht in der Benutzung des einfachen, asymmetrischen Bogens ohne irgendwelche Visiereinrichtungen oder Pfeilauflage, dem zeremoniellen Ablauf des Schießens und der Kleidung, die sich aus dem Hosenrock und der Jacke des Samuraikriegers entwickelte. Der japanische
Bogen ist meist aus Bambus gefertigt und misst etwa 2,25 Meter in der
Länge. Ihn zu handhaben erfordert langes Lernen bis zur Meisterschaft.
Dies ist ein Merkmal aller japanischen Künste: |
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Der Pfeil wird
bei normaler Bogenstärke von 13-18 kg horizontal abgeschossen. Die
asymmetrische Kraft des Bogens und das Fehlen des Bogenfensters wird mit
der linken Hand im Augenblick des Abschusses ausgeglichen. Die Beweglichkeit
der Bogenhand und die Präzision der Zughand ist aber nur möglich,
wenn die Schultern locker und entspannt sind.
Dies zu erreichen
fordert ausdauernde Übung unter Anleitung und höchste Konzentration.
Gedanken und jeglicher Anflug von Furcht vor dem Versagen führt zur
Verkrampfung und der Pfeil verfehlt sein Ziel. So wird das Schießen
mit dem japanischen Bogen zu einem Akt der Selbstversenkung und Kontemplation,
der den geistigen und körperlichen Menschen gleichermaßen fordert: |
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Ein Kyudo-Schütze
wird durch ständiges Üben nicht nur seine Technik vervollkommnen.
Er wird erfahren, warum er nicht mit aller Kraft, aller Konzentration
und Gefühl beim Bogenschießen sein kann. Er muss sich fragen,
was ihn stört, was ihn verkrampft. Warum kann er nicht konzentriert,
gefühlvoll und mit Kraft schießen?
Kyudo verbindet somit geistige Versenkung mit sportlichem Wettkampf. |